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Abgesaugt

SCHÄFER Container Systems und Jacobi Carbons entgiften mit EcoFlowTM C2 in situ den Baugrund der Hochschule in Ivry et Vitry in Frankreich

Am Anfang war der Schock: 2015 musste der Baubeginn der neu geplanten Hochschule im französischen Ivry et Vitry notgedrungen verschoben werden. Das Erdreich, ein Gelände einer ehemaligen Lampenproduktion, war teilweise von Quecksilber verseucht. Die Sanierungs- und Aufräumarbeiten sahen zunächst vor, die Erde abzutragen und zu speziellen Deponien zu transportieren, wo sie dekontaminiert werden sollte. Diese Maßnahme hätte bis Dezember 2016 gedauert und das Baubudget um über 1,6 Millionen Euro überschritten. Eine alternative Lösung kam von den Unternehmen SCHÄFER Container Systems und Jacobi Carbons. In einem gemeinsamen Projekt entstand EcoFlow C2, ein IBC (Intermediate Bulk Container) aus Edelstahl, der das Erdreich mit Hilfe von Aktivkohle reinigt. Mithilfe dieser mobilen Transport- und Filtereinheiten konnte die Aufbereitung und Ausführung über Bodenluftabsaugung vor Ort durchgeführt werden.

Jacobi Carbons gehört zur Unternehmensgruppe der OSAKA GAS Co., Ltd und ist mit 1.900 Mitarbeitern einer der weltweit führenden Hersteller von Aktivkohle auf Basis von Kokosnussschalen. Das Unternehmen ist zudem Lieferant von Ionenaustauscherharzen und Reaktivierungsleistungen. Es produziert aus unterschiedlichen Rohstoffen, wie zum Beispiel Steinkohle, Holz, Kokosnussschalen sowie kugelförmigen Kohlenstoffen und Kohlenstoffformkörpern, eine Vielzahl von Standardprodukten in Form von Granulat, Pulver und Extrudat. Jacobi Carbons bietet in seiner Branche eine der größten Bandbreiten an Aktivkohlen und liefert weltweit über 100.000 Tonnen Aktivkohle pro Jahr aus. SCHÄFER Container Systems wiederum stellt neben Behältersystemen (KEGs) für Getränke auch IBCs und Sonderbehälter aus Edelstahl her. Sie werden für flüssige Medien, Feststoffe und Granulate eingesetzt. Das Unternehmen gehört zur inhabergeführten SCHÄFER WERKE GRUPPE mit Hauptsitz in Neunkirchen im Siegerland. Für Jacobi liefert SCHÄFER nach Sondermaß angefertigte Silo-Container zur Abluft- und Abgasbehandlung.

Besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen

So produzierten die Unternehmen gemeinsam die mobile Filtereinheit EcoFlow C2. Sie wurde dabei speziell für die Behandlung von Luft und diversen Gasen entwickelt und konstruiert. Der IBC wird als kombinierte Transport- und Adsorptionseinheit geliefert. Gefüllt mit ausgewählten Adsorbentien, erzielt sie ein kosteneffizienteres Reinigungsergebnis und ist mit den notwendigen Rohrleitungen und Standardschnellkupplungen für eine einfache und schnelle Installation ausgerüstet. In Abhängigkeit von den Anforderungen und der Anwendung beim Kunden kann die mobile Filtereinheit modular in einer Parallel- oder Serienschaltung betrieben werden. Sie wird außer Betrieb genommen, wenn das Adsorptionsmittel gesättigt oder das Reinigungsziel erreicht ist. Dazu wird die gesamte Filtereinheit entfernt oder, falls erforderlich, durch eine neue ersetzt. Die Notwendigkeit, die verbrauchte Aktivkohle vor Ort auszutauschen, entfällt dadurch in Gänze. Das wiederum minimiert die Transportkosten.

Die mobile Filtereinheit barg so für die Dekontamination des Baugeländes der Hochschule in Ivry et Vitry wichtige Vorteile. Sie ist für temporäre Einsätze bei Notfällen oder als Übergangslösung konzipiert. Dadurch konnte sie schnell und einfach vor Ort installiert werden. Da der EcoFlow C2 in Betriebstemperaturen bis 40 Grad Celsius ohne weitere Sicherheitsvorkehrungen arbeiten kann, ist der IBC für die französische Region geeignet. Zusätzliches Equipment wie Pumpen oder Transportrahmen konnten unkompliziert angeschlossen werden. Die Betriebskosten sind entsprechend gering, da mobile Filter weniger Energie benötigen als andere Technologien. Ein Container der modularen Filtereinheit fasst zwei Kubikmeter bei einem Volumen von 2,2 Kubikmetern. Der Volumenstrom beträgt dabei 200 bis 2.000 Kubikmeter pro Stunde. Dadurch mussten zunächst nur zwei Einheiten auf dem Gelände installiert werden, um die Quecksilberemission zu kontrollieren. Im weiteren Verlauf der Entgiftung kam dann noch eine dritte Einheit hinzu.

Besondere Kooperationen erfordern besondere Expertise

„Wir haben uns für SCHÄFER entschieden, da die erforderlichen speziellen Dichtungen, individuellen Anschlüsse sowie diversen Ausstattungen und Konstruktionsmerkmale wie Neigungswinkel der Trichter oder Filterbefestigungen im Flansch im Portfolio inbegriffen sind. Zudem können in Abhängigkeit von den Anforderungen und Anwendungen auch mehrere Edelstahl-Container mit Filtereinheit modulweise in einer Parallel- oder Serienschaltung betrieben werden. Dadurch können wir eine Lösung für alle Märkte und Anwendungen schnell umsetzen“, erklärt Herr Hans Werner Baums, Technical Director bei Jacobi Carbons.

 

www.schaefer-container-systems.de

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